Wir sprechen heute über:
- Warum nach Südkorea auswandern (oder auch nicht)?
- Visum & Aufenthaltsrecht: Vom Nomaden bis zum Permanent Resident
- Unternehmensgründung: Was funktioniert, was nicht & wie sieht das perfekte Setup aus?
- Besteuerung in Südkorea: Die Tücken der Steuerpflicht
- Sozialversicherung & Krankenversicherung
- Bankkonten & Finanzen: So klappt’s (oder eben nicht)
- Lebenshaltungskosten & Wohnen
- Sprache, Bildung & Integration
- Persönliche Erfahrungen: Faszination Südkorea, aber nichts für Steuer-Fluchtkünstler
- Südkorea Staatsbürgerschaft – Sinnvoll oder nicht?
- Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
- Fazit, Empfehlungen & die nächsten Schritte mit BusinessFrei

1. Warum nach Südkorea auswandern (oder auch nicht)?
Südkorea rockt. Wer international unterwegs ist, liebt oft das Gefühl, dass hier Zukunft und Tradition im Turbo-Modus aufeinanderprallen. Aber die koreanische Realität ist nichts für schwache Nerven – das Schlaraffenland für Steuersparer oder “Business Light” ist Korea nicht! Lass mich das mit einem treffenden deutschen Sprichwort sagen: “Wo gehobelt wird, fallen Späne” – und genau das gilt besonders für Korea.
Vorteile des Auswanderns nach Südkorea:
- Ultraschnelles Internet, Mega-Infrastruktur (in Seoul, Busan & Co)
- Sehr sicheres Land, kaum Kriminalität
- Fortschrittliche, disziplinierte Arbeitskultur
- Kulturelle Vielfalt, von High Society bis Streetfood auf Weltklasse-Niveau
- Renommierte Bildungseinrichtungen & fokussierter Nachwuchs
- Weltklasse-Medizin und gute Lebensqualität für Expats
Nachteile und Herausforderungen:
- Sprachbarriere (Koreanisch ist kein “mal eben lernen”)
- Hoher Leistungsdruck und zähe Hierarchien
- Relativ hohe Lebenshaltungskosten in Metropolen
- Bürokratie und starre Regeln
- Keine echte Territoriale Einkommensbesteuerung (siehe Steuern)
- Integration – du bist (vor allem am Anfang) “der Ausländer”
- Steuerliche Strukturmodelle sind komplex. Einmal falsch aufgebaut, zahlst du drauf wie der Bierkutscher seine Zeche.
Typische Fragen:
- “Kann ich in Südkorea steuerfrei leben?” – Nein, nur im Disneyfilm!
- “Brauche ich Koreanisch?” – Wenn du länger bleiben willst, absolut. Englisch hilft, reicht aber nicht überall.
- “Lohnt sich eine Firma in Korea?” – Kommt drauf an! Siehe unten.

2. Visum & Aufenthaltsrecht: Vom Digital Nomad bis zum Permanent Resident nach Südkorea
A. Kurzer Aufenthalt: Visa-Waiver & Touristenstatus
Du willst erstmal schnuppern? Als deutscher Staatsbürger kannst du bis zu 90 Tage visumfrei einreisen. Prima für ersten Check, Wohnungssuche, Networking und zu sehen, ob das Land wirklich zu dir passt.
Achtung: Für jede Tätigkeit, die über Tourismus hinausgeht (Arbeiten, Firmengründung, längerer Aufenthalt), brauchst du ein passendes Visum.
B. Digital Nomad / Workcation Visum
Südkorea hat 2024 das Digital Nomad (Workcation) Visum offiziell gestartet – ein echter Treffer für ortsunabhängige Unternehmer, die “erstmal testen” wollen. Es gilt oft 1 Jahr, verlängerbar, und richtet sich an Remote-Worker, Freelancer und Online-Unternehmer.
Vorteile:
- Kein klassischer Arbeitsvertrag nötig
- Einstieg relativ einfach, gewisse Mindestumsätze werden vorausgesetzt
Nachteile:
- Als Brücke, nicht als Dauerlösung gedacht
- Im Übergang zu anderer Aufenthaltsform muss rechtzeitig geplant werden
- Wer länger als 183 Tage pro Jahr bleibt trotzdem volle Steuerpflicht möglich
C. D-8 Corporate Investor Visum (Unternehmer/Investoren)
Das Visum der Wahl, wenn du Geld in eine koreanische Firma investierst und diese führst. Meist Startkapital ab ca. 100 Mio. KRW (~70-75.000 EUR) nötig. Du gründest hierfür eine “Jusikhoesa” (koreanische Kapitalgesellschaft).
Vorteile:
- Mittelfristige Perspektive zum “richtigen” Einwandern
- Visa für Familie möglich
- Klare Regularien
Nachteile:
- Relativ hoher administrativer Aufwand und Kapitalbedarf
- Du brauchst in der Regel einen lokalen Firmensitz und ggf. Mitarbeitende
D. Langzeitmodelle: F-2 und F-5 (Residency und Permanent Residency)
Wer sich integriert, genug Punkte sammelt (Sprache, Einkommen, Bildung usw.), kann mit dem F-2 Visum auf Langzeitaufenthalt gehen. Nach weiteren Jahren und gelungener Integration steht der Schritt zum F-5 Permanent Resident offen.
| Aufenthaltsrecht | Für wen? | Besonderheit | Dauer / Perspektive |
|---|---|---|---|
| Digital Nomad/Workcation | Online-Unternehmer, Remote-Worker | Testphase | 6-12 Monate, verlängerbar |
| D-8 Corporate Investor | Gründer, Investoren | Firmengründung | 1-2 Jahre, verlängerbar |
| F-2 Long Term Residence | Integrierte Expats mit Punkten | Lebensunterhalt, Integration, Sprache | 1-3 Jahre, verlängerbar |
| F-5 Permanent Residence | Langzeit-Expats | Daueraufenthalt | Unbefristet |
Witziges Sprichwort am Rande: “Gut Ding will Weile haben.” Insbesondere, wenn’s ums Visum und Integration in Südkorea geht.
Empfehlung: Teste das Land mit Digital-Nomad/Workcation Visum. Sobald du dich zuhause fühlst und Business und Privatleben hier wirklich starten willst, begebe dich auf den D-8 oder F-2/F-5-Pfad!

3. Unternehmensgründung in Südkorea: Strukturen, Vorteile, Fallstricke
A. Unternehmensformen für Expats & Online-Unternehmer
Wer “auswandern südkorea” googelt, will oft wissen: Lässt sich ein steuertransparentes, flexibles Geschäftsmodell wie z.B. eine US-LLC übertragen? Oder muss ich zwangsläufig eine koreanische Gesellschaft gründen?
Kurz-Antwort: Kommt ganz darauf an, was du vorhast. Wer in Korea ansässig ist, kommt am koreanischen Steuerrecht nicht vorbei, selbst wenn die Firma im Ausland sitzt.
Überblick: Unternehmensformen
| Gesellschaftsform | Beschreibung / Einsatzgebiet | Vor- und Nachteile |
|---|---|---|
| Jusikhoesa (Chusik Hoesa) | Klassische koreanische AG/Ltd. | Lokal anerkannt, perfekt für substantielle Tätigkeit (Mitarbeiter, Investoren-Visa etc.), aber laufende Buchhaltung, Compliance und volle Körperschaftsteuer nach Einlegerstufen. |
| Yuhan Hoesa | Personengesellschaft, kleine GmbH | Ähnlich wie Jusikhoesa, aber weniger reguliert, eher für kleinere Unternehmen. |
| Ausländische Kapitalgesellschaft (z.B. US-LLC, Malta Ltd., etc.) | Grundsätzlich legal nutzbar, aber nur bei echter Substanzfreiheit in Korea eine Steuerersparnis – sonst PE-Risiko! Nur bedingt Vorteile, wenn Führung und operative Tätigkeit überwiegend aus Korea erfolgt. |
Unternehmensgründung Schritt-für-Schritt (koreanische Kapitalgesellschaft):
- Gesellschaftssitz/Sitzadresse: Dazu brauchst du ein (Geschäfts-)Büro
- Stammkapital einzahlen (oft ab ca. 100 Mio. KRW für D-8)
- Behördliche Registrierung
- Geschäftsführungs-Organe festlegen
- Business Licence beantragen
- Bankkonto eröffnen (siehe unten)
- Steuerliche Anmeldung und Compliance organisieren
- Visa-Antrag (D-8) auf Basis der Firmengründung stellen
Tipp: Ohne koreanischsprachige Unterstützung & gute Steuerberatung fährst du in Korea nicht weit – das Land ist bürokratisch! Aber: “Wer rastet, der rostet”, und mit guter Vorbereitung klappt’s.
B. Das “Traum-Setup” für Online-Unternehmer: Geht das?
Viele träumen vom steuerfreien Nomaden-Leben mit US LLC, Banking von überall, und keine Steuern zahlen – so wie ich es aus meiner Malta- oder US-Erfahrung kenne. Aber: Südkorea spielt da nicht mit – zumindest nicht auf lange Sicht und schon gar nicht, wenn die “tatsächliche Geschäftsleitung” vor Ort ist.
Typische Setups
1. US-LLC oder andere ausländische Firma + Aufenthalt in Korea
- Zahlt auf Dauer nur, wenn du gar nicht nachhaltig in Korea ansässig bist und keine “PE” (Betriebsstätte) auslöst.
- Banken, Zahlungsdienstleister & Steuerbehörden wollen Substanz sehen!
- Auf Dauer schwer zu kombinieren, wenn du richtig in Korea lebst und arbeitest.
2. Koreanische Kapitalgesellschaft
- “Safe and solid”-Modell für lokale und internationale Geschäfte, wenn Korea ernsthafter Wohn- und Arbeitsmittelpunkt wird.
- Ermöglicht D-8 Visum und langfristige Planung.
- Volle Steuerpflicht auf Gewinne, hohe Compliance.
3. Holding- oder Hybrid-Strukturen
- Nur sinnvoll für größere Setups, Vermögensschutz oder Beteiligungsverwaltung.
- Keine Wundermaschine gegen Einkommenssteuer, wenn du in Korea wohnst und ausschüttest oder Gehalt beziehst.
Die wichtigsten Kriterien bei der Setupausswahl:
| Modell | Steueroptimierung | Koreanische Anerkennung | Flexibilität | Visa-/Dauerlösungsmöglichkeit |
|---|---|---|---|---|
| US-LLC | Nur im Ausland, nicht nutzbar bei Korea-Ansässigkeit | Nein | Hoch | Nein/selten |
| Koreanische Gesellschaft | Transparent | Ja | Mittelhoch | Ja |
| Hybrid/Holding | Evtl. bei Substanz & Engagement | Komplex | Normal | Evtl., aber teuer |
Mein Tipp: Wenn du Korea fest als Lebensmittelpunkt willst, bitte kein “halbseidenes” Firmenkonstrukt. Lieber ein cleanes, steuerlich einwandfreies Setup!

4. Besteuerung in Südkorea: Welteinkommen, PE-Risiko & die “5 von 10”-Regel
A. Residenz, Steuerklassen & Steuererklärung
In Korea gilt die klare (und nicht so Deutschland-typische) Regel: Bist du steuerlich Resident, wirst du mit deinem Welteinkommen zur Kasse gebeten. Nicht-Residents nur auf koreanisches Einkommen.
B. Die “5 von 10 Jahren”-Sonderregel für Ausländer
Hier wird’s spannend für Nomaden und Neuankömmlinge: Warst du die letzten 10 Jahre weniger als 5 Jahre in Korea steuerlich ansässig, dann gilt für dich als “short-term resident alien”, dass ausländische Einkünfte oft nur besteuert werden, wenn sie nach Korea remittiert (überwiesen) werden.
- Das heißt: Was auf deinem Auslandskonto bleibt, wird zunächst (für maximal 5 Jahre) nicht der vollen Besteuerung unterworfen.
- Achtung: Das ist kein Steuerparadies und kein Trick, sondern eine Übergangsregel für die ersten Jahre!
C. Einkommenssteuer: Zahlen, Zahlen, Zahlen
| Einkommenshöhe (KRW) | Steuersatz |
|---|---|
| bis 14 Mio. | 6 % |
| bis 50 Mio. | 15 % |
| bis 88 Mio. | 24 % |
| bis 150 Mio. | 35 % |
| bis 300 Mio. | 38 % |
| bis 500 Mio. | 40 % |
| bis 1 Mrd. | 42 % |
| über 1 Mrd. | 45 % |
Hinzu kommen ggf. lokale Zuschläge.
D. Körperschaftsteuer
- Für Koreanische Gesellschaften: 9 %, 19 %, 21 %, 24 %, je nach Gewinnstufe.
- Das ist im asiatischen Vergleich nicht günstig, aber auch nicht so ruinös wie oft kolportiert.
E. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Deutschland – Südkorea
- Es gibt ein DBA, das Doppelbesteuerung vermeiden soll.
- Wer nach Korea abgemeldet ist, ist normalerweise in Korea voll steuerpflichtig.
- Besonders bei Kapitalgesellschaften und Beteiligungen: Gut prüfen, ob Wegzugsbesteuerung greift! Sonst macht das deutsche Finanzamt noch lange neunmalkluge Nachforderungen.
F. Substanz und PE (“place of effective management”)
- Korea schaut SEHR genau hin, ob eine Betriebsstätte (PE) besteht.
- Wird das Geschäft von Korea aus gemanagt, können auch ausländische Gewinne steuerpflichtig werden.
- “Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch” sagt man in Deutschland, aber hier gilt: “Wo ein Büro ist, ist auch eine Steuerpflicht!”; sprich, pass unbedingt auf, wie du dich aufstellst und von wo aus du steuerlich agierst.

5. Sozialversicherung & Krankenversicherung
Wer in Korea lebt und arbeitet, fällt oft ins nationale System. Insbesondere Arbeitgeber (auch eigene Gesellschaft) führen Beiträge ab, und Arbeitnehmer werden zwangsweise zur Kranken- und Sozialversicherung angemeldet.
Krankenversicherung:
- Nationales System, meist Pflicht bei Aufenthalt über Digital-Nomad oder D-8 Visum hinaus.
- Private Zusatzversicherungen sind sinnvoll, da staatliche Versicherungen nicht alles abdecken (z.B. Zahnbehandlungen).
Praxis-Tipp: Kosten und Leistungsumfang jeweils genau vergleichen! Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen Basic- und Premium-Angeboten. “Drum prüfe, wer sich ewig bindet!”
6. Bankkonten & Finanzen in Südkorea
Banken in Südkorea sind modern, aber sehr sicherheitsbewusst. Aus eigener Erfahrung: Ohne Aufenthaltstitel und Alien Registration Card (ARC) läuft erstmal – gar nichts. Daran beißt die Maus keinen Faden ab!
Kontoeröffnung für Expats:
- Alien Card: Zwingend notwendig!
- Nachweis Wohnadresse: Mietvertrag oder nachgewiesene Unterkunft
- Dokumente: Reisepass, ggf. Steuer-ID, Nachweis Einkommen
- Online-Banking: Sehr gute Systeme, aber alles auf Koreanisch; ohne Sprachkenntnisse zur Filiale.
Online-Unternehmer-Tipp:
- Lokale Konten lassen sich hervorragend mit internationalen Payment-Providern (Stripe, PayPal) verbinden.
- Für Nicht-Residents sind viele Bankprodukte nicht verfügbar (Beschränkung Kontoauswahl, keine Kreditkarten/Nur Prepaid).
Ausländische Geschäftsbankkonten:
- Nur für die lokale Geschäftstätigkeit mit Jurisikhoesa u.ä. sinnvoll.
- US-LLC/Offshore-Konten funktionieren, solange du in Korea keine PE begründest.
Vorsicht: Banken prüfen vermehrt auf “Geldwäsche” und “Substanztätigkeit” – eine “Spaß-GmbH” ohne echtes Geschäft rutscht schnell auf die schwarze Liste. Besser sauber denn sorry!
7. Lebenshaltungskosten & Wohnen in Südkorea
Gesamtüberblick – “Kein Land für Pfennigfuchser”
Südkorea, vor allem Seoul, ist teuer. Mieten und Kautionen können ein echter Schock sein! Anders als in Deutschland ist das “Jeonse”-System üblich: Mehrere zehntausend Euro als Mietkaution, die günstige Monatsmieten erlaubt – oder westliche Monatsmiete auf deutschem Niveau.
| Stadt/Lage | Mietwohnung (1-2 Zimmer, Zentrum) | Kaution Jeonse | Lebenshaltung einzeln | Lebenshaltung Familie (4 Personen) |
|---|---|---|---|---|
| Seoul, Zentrum | 650-1.200 EUR | 10.000-80.000 EUR | 1.200-2.000 EUR | 4.000-5.000 EUR |
| Busan, Zentrum | 450-750 EUR | 8.000-30.000 EUR | 900-1.400 EUR | 3.000-4.500 EUR |
| Land, Kleinstadt | 250-450 EUR | 5.000-10.000 EUR | 600-950 EUR | 2.500-3.800 EUR |
Weitere Fixkosten
| Kostenpunkt | Preisbereich | Anmerkung |
|---|---|---|
| Internet/Handy | ca. 15-30 EUR | Sehr schnell, top Mobilfunk |
| Essen (Korea-Style) | günstig | Streetfood/Markets preiswert |
| Essen (westlich) | teuer | Supermärkte mit Importwaren, Restaurants deutlich teurer |
| Transport | 1 EUR/Fahrt | Metro, Bus per T-Money Karte |
| Auto/KFZ | Sehr teuer | Kaum Chick, meist nicht nötig |
Fazit Kosten: Deutschland ist kein Schnapper – aber Korea ist meist noch teurer. Wer sich lokalisiert, lebt günstiger als Dauer-Tourist. “Wer billig kauft, kauft zweimal.”

8. Sprache, Bildung & Integration
Koreanisch: Muss oder Luxus?
Ohne Koreanisch kommst du weiter als viele denken – aber nur in Seoul und bestimmten Expat-Kreisen. Wer langfristig bleiben und integriert sein will, sollte investieren: Sprachkurse, Partner, Arbeitskollegen, Alltag – alles geht leichter mit (zumindest Grundkenntnissen) Koreanisch.
Bildung
Für Expats gibt es internationale Schulen und deutschsprachige Angebote (z.B. Deutsche Schule Seoul International). Qualität ist generell sehr hoch, aber Privatschulen kosten teils extrem viel.
| Schultyp | Sprache | Preis pro Jahr | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Staatliche Schule | Koreanisch | Kostenlos | Sehr leistungsorientiert |
| Internationale | Englisch/Deutsch | 5.000-20.000 € | Hohe Ausstattung/Expat Fokus |
| Privatschulen | Vielsprachig | ab 8.000 € | Intensive Vorbereitung |
Achtung: Mittagsunterricht, Zusatzkurse, “Hagwons” (Nachhilfe-Institute) sind der Normalfall in Korea.
Integration: Tipps und Stolpersteine
- Keine Scheu, Kontakte zu knüpfen! Offenheit wird geschätzt, aber zu forsch ist auch nicht gern gesehen.
- Netzwerke wie “InterNations”, lokale Meetup-Gruppen, Sprachstammtische helfen.
- Nach dem Motto “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”: Erst beobachten, dann handeln.
9. Persönliche Erfahrungen: Faszination Südkorea, aber nichts für Steuer-Fluchtkünstler
Ich selbst hab Korea in den letzten Jahren mehrfach besucht, Digital Nomads getroffen, Locals kennengelernt und mich mit internationalen Unternehmern sowie “Langzeit-Expats” ausgetauscht. Die überwiegende Meinung: Südkorea ist FÜR die, die bleiben und sich einbringen wollen, ein super Ort. Für reine Steueroptimierung und “mal eben leben wie Gott in Frankreich” aber keinesfalls die erste Wahl.
Viele Expats berichten positiv von:
- Sicherheit
- Infrastruktur
- Community-Spirit (sobald man akzeptiert wird)
Aber ebenso häufig höre ich:
- Bürokratische Hürden (vor allem bei Gründer-Visa, Bankkonto)
- Sprachliche Barrieren schon beim Alltäglichen (Supermarkt, Behördengänge)
- Kosten- und Steuerstress bei falschem/”grauem” Setup
Wenn du “Korea für immer” willst, dann zimmere dir ein Setup, das sauber und solide dasteht. Alles andere rächt sich – und “Steuertricks” fallen in Korea kaum auf fruchtbaren Boden.
10. Südkorea Staatsbürgerschaft – Wann lohnt sie sich?
Eine koreanische Staatsbürgerschaft ist erst nach vielen Jahren, hoher Integration und Bestehen des KIIP-Integrationsprogramms erreichbar. Die Vorteile sind:
- Volle Aufenthaltsrechte, keine Visa nötig
- Zugang zu einigen Subventionsprogrammen
Doch für Deutsche, die eh einen hochrangigen Pass haben und als Online-Unternehmer unternehmerisch und steuerlich flexibel bleiben wollen, bietet die koreanische Staatsbürgerschaft kaum einen spürbaren Vorteil.
Kurz und knapp: Erst Priorität auf Aufenthaltsrechte und Daueraufenthalt, Staatsbürgerschaft ist höchstens ein Ziel für absolute Langzeit-Nerds.
11. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Don’ts & Stolpersteine:
- Auf “Steuerfrei in Korea” setzen, ohne Substanz und professionelle Beratung
- Die Komplexität von Wohnsitz, Steuerpflicht, PE komplett ignorieren
- Ohne Koreanisch-/Lokalkenntnisse langfristig sesshaft werden wollen
- Den Wegzug aus Deutschland steuerlich nicht sauber gestalten, Wegzugsbesteuerung ignorieren
- Firmengründung über’s Knie brechen, weil “irgendwer auf Facebook meint, das geht easy”
- Keine Rücklagen für hohe Mietkautionen (Jeonse-System) beachten
Do’s & Erfolgsrezepte:
- Teste Korea mit einem Workcation-Visum, bevor du alles umziehst
- Setze dich intensiv mit Steuerstatus/Strukturen auseinander – gerne mit BusinessFrei an deiner Seite!
- Lerne Koreanisch, zumindest Grundkenntnisse; investiere in Sprachkurse!
- Baue über die Zeit ein Netzwerk vor Ort auf – es zählt, wen du kennst
- Dokumentiere Verhältnisse für Banker, Steuerberater, Behörden – lieber alles “wasserdicht” als später in Erklärungsnot
12. Fazit, Empfehlungen & die nächsten Schritte mit BusinessFrei
Korea ist das perfekte Ziel für:
- Online-Unternehmer, die Bock auf Asien haben und wirklich integrieren wollen
- Startups & Gründer, die mit lokalen Kunden, Partnern und Märkten arbeiten
- Expats, die langfristig bleiben und die Kultur aufnehmen wollen
Korea ist NICHT das perfekte Ziel für:
- Steuer-Fluchtkünstler
- “Mal eben easy” Steuerresidenz hin- und her-Schieber
- Alle, die mit wenig Kapital und geringem Integrationswillen starten
Das ideale Setup (Kurzfassung):
- Phase 1: Testen mit Digital-Nomad/Workcation-Visum. Lerne Land, Leute & Business kennen.
- Phase 2: Willst du bleiben? Baue Gesellschaft in Korea oder Holding-Konstrukt, wenn nötig. Klare Buchhaltung, volle Compliance, Steuerberatung!
- Halte für internationales Online-Business ggf. bestehende Auslandstruktur, prüfe aber ständig PE & Residenten-Status in Korea.
- Kümmere dich rechtzeitig um Aufenthaltstitel, Alien Card, Krankenversicherung und Bankkonto – alles steht und fällt mit diesen Basics!
- Wenn Korea wirklich “dein forever place” wird, kannst du über F-5 Aufenthaltsrecht oder, auf lange Sicht, sogar Staatsbürgerschaft nachdenken.
Noch ein Sprichwort, das passt wie die Faust aufs Auge: “Wo Licht ist, ist auch Schatten.” Südkorea ist kein Land für Abkürzungen, aber ein echtes Powerhouse für Durchstarter!
Letzter Tipp: Nutze meine Erfahrungen, die von BusinessFrei und unserem Partnernetzwerk. Melde dich für eine Beratung, lass ein unverbindliches Gespräch starten und fordere unsere kostenlosen Auswanderer-Guides an!
Möchtest du nach Südkorea auswandern? Oder einfach klären, wie du deinen internationalen Online-Business-Sprung bestmöglich vorbereitest? Ich bin Jona von BusinessFrei – und wir helfen dir dabei, alles richtig zu machen!
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